Badminton: Auf nach Buenos Aires

„Auf nach Argentinien zur Jugend-Olympiade in Buenos Aires“, hieß es drei Wochen lang für die 17-jährige Geretsriederin, Ann-Kathrin Spöri. Als sie die Qualifikation endlich sportlich erreicht hatte, gab es eine weitere Hürde. Der DOSB meldet nur 75 deutsche Sportler. Ann-Kathrin war dabei.

Es wurde in Gruppen gespielt und die Auslosung ergab, dass sie gegen die Favoritin spielen musste. „Im ersten Spiel war ich noch sehr nervös, hab mich aber ins Spiel gekämpft. 19:21, 21:9, 21:13 gegen die Schwedin Ashwati Pillai. Im zweiten Spiel, gegen eine Indonesierin, ist es mir nicht gelungen ins Spiel zu kommen. Habe alles gegeben, es ist mir aber trotzdem nicht gelungen“, erklärte Spöri. „Gegen die spätere Olympiasiegerin, Jin Wie Goh aus Malaysia, war ich erstmal völlig überfordert, aber im zweiten Satz habe ich echt gut gespielt und gewonnen, und im dritten bis 9:11 gut mitgehalten. Doch am Ende war sie halt trotzdem noch stärker. Bin echt zufrieden mit meiner Leistung.“ Die Olympischen  Jugendathleten bleiben alle drei Wochen bei den Spielen, das ist festgelegt. Anreisen nur zum Wettkampftag und sofortiges Abreisen ist nicht erlaubt. „Mir kam es auch nicht so lang vor. Wir haben uns die anderen Wettkämpfe und die Stadt angeschaut. Es war ein wunderschönes Erlebnis.“

Ann-Kathrin startete auch im Teamwettbewerb: „Der Teamwettbewerb wurde so das erste Mal gespielt. Partner aus unterschiedlichen Nationen: Moldawien, Nepal, Indonesien wurden in ein Team gelost. Gespielt wurde bis 110 Punkten, das war sehr ungewöhnlich. Auch die Reihenfolge war gelost. Spielte zu Anfang eine starke Spielerin war dein Team vorn sonst hieß es aufholen. Durch die Losungen war alles möglich. Unser Team war im Viertelfinale. Die nächsten Olympischen Jugendspiele sind im Senegal. Drücke allen die Daumen, die dabei sein wollen. Meine Vorfreude gilt dem nächsten Heimspiel meines Vereins, dem TuS Geretsried.“

Text: Uwe Eckhoff, Foto: BBV